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Netzwerktreffen 25.09.2019 im Helios Klinikum Aue

Das zweite Netzwerktreffen des Dysphagienetzwerks Südsachsen war zugleich das erste Netzwerktreffen unter dem Dach des im Januar 2019 gegründeten Vereins „Dysphagienetzwerk Deutschland e.V.“.

Ca. 40 Teilnehmer aus den Bereichen Therapie, Pflege und Ärzteschaft sowie Vertreter des Palliativ-Brücken-Teams und Homecare-Versorgung folgten unserer Einladung, um sich im Bildungs-Campus des  Helios Klinikums Aue über die Möglichkeiten der Versorgung und Begleitung von Patienten am Ende ihres Lebens oder in schweren gesundheitlichen Krisen zu informieren und mitzudiskutieren.

Herr Heiko Schönherr Hempel, Leiter und Geschäftsführer des Pflegeheims Katharinenhof in Warmbad, gab einen Überblick über die außerklinische palliative Versorgung mit Blick in den Alltag auch im Pflegeheim.

Im Mittelpunkt seines Vortrages und der danach folgenden Diskussion standen die Herausforderungen aller Beteiligten in der außerklinischen palliativen Versorgung. Die Netzwerkteilnehmer bekamen einen ausführlichen Überblick über das Konzept der palliativen Versorgung im Wohnpark Warmbad.

Die Herausforderung einer palliativen Versorgung kann nur bewältigt werden, wenn das gesamte an der Versorgung des Patienten involvierte Team, die Angehörigen, vor allem aber der Patient selbst, einbezogen werden. Besonders in Pflegeheim oder Wohnpark muss eine klare Positionierung der Einrichtungs- bzw. Pflegedienstleitung und der Geschäftsführung zur Begleitung des Sterbeprozesses gefunden werden.

Unerlässlich ist die Förderung der Fachkompetenz aller Mitarbeiter, das Einrichten von Ethikkommissionen und Nutzung und Ausbau von Netzwerken aus dem externen Bereich, wie z.B. Hospizdienste, die Angehörige und Betroffene beraten und aufklären.

Eine ethisch vertretbare und gute palliative Versorgung ist möglich. Die Voraussetzungen kann jeder am besten für sich selbst schaffen, indem er Festlegungen über eine Patientenverfügung trifft. Das erleichtert es dem gesamten Palliativteam im Ernstfall Behandlungsziele und Therapiegrenzen im Sinne des Betroffenen festzulegen.

Frau Salzer, Teamleiterin im palliativen Brücken-Team das DRK Aue-Bad Schlema schloss sich nahtlos dem Vortrag und der Diskussion von Herrn Schönherr Hempel an und gab einen umfassenden und hochinteressanten, sehr oft auch sehr emotionalen Einblick in ihre Tätigkeit in der palliativen Versorgung von schwerstkranken Menschen mit und ohne Dysphagie.

Für viele Teilnehmer des Netzwerktreffens wurde an diesem Abend das grundlegende Verständnis palliativer Versorgung neu definiert. Möglichkeiten einer optimalen Versorgung von schwerstkranken Menschen mit und ohne Dysphagie und die Erkenntnis, dass Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung eine optimale, menschliche und ethisch vertretbare Begleitung bei schweren Erkrankung deutlich erleichtert.

Im Anschluss kam es am Buffet zu ausgesprochen interessanten und regen Diskussionen zu diesem Thema.

Ein herzlicher Dank noch einmal allen Beteiligten, vor allem natürlich den Referenten Frau Salzer und Herrn Schönherr Hempel für diese hoch interessanten und spannenden Einblicke und Denkanstöße.

Wir danken der Firma Reha aktiv für die Unterstützung dieser Veranstaltung.

Der Vereinsvorstand informierte in diesem Rahmen noch einmal über die Beitrittmöglichkeiten zum „Dysphagienetzwerk Deutschland e.V.“ und wies auf die vielfältigen Vorteile einer Mitgliedschaft hin.

Des Weiteren bittet der Vereinsvorstand noch einmal um aktive Mithilfe bei der Vorbereitung und Durchführung der zweiten „Sächsischen Dysphagietagung“ im Oktober 2020. Hier ist es möglich, sich beim Vorstand oder über die E-Mail des Dysphagienetzwerk Deutschland e.V. zu melden.

Die nächsten Termine werden über die üblichen Verteiler und über Einladungen bekanntgegeben. Außerdem sind sie jederzeit abrufbar auf der Veranstaltungsseite der Homepage des Dysphagienetzwerk Deutschland e.V..

Die nächsten Netzwerktreffen werden für Vereinsmitglieder kostenfrei bleiben.

Für Nichtmitglieder müssen wir in Zukunft einen kleinen Unkostenbeitrag von 5 € erheben. Eine Anmeldung per Formular oder Email ist weiterhin erforderlich.

Für die kurzfristige Teilnahme am Netzwerktreffen ohne Anmeldung werden zukünftig 10 Euro an der Abendkasse berechnet.

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